Unser Anliegen: Eurythmie
Die Eurythmie ist in unserem Verständnis ein Schulungsweg und eine Ich-Kunst im christlich-spirituellen Sinne Rudolf Steiners. Aus Begeisterung zur Kunst und Freude am künstlerischen Tun schöpfen wir die Intention zum Eurythmieunterricht, wie er uns heute am Herzen liegt:
- Wie wird die Eurythmie als Kunst sichtbar?
- Wie wird der Mensch zum Künstler?
- Unterrichtsweg muß eingeschlagen werden, um diesen Anliegen gerecht zu werden?
Aus diesen Fragestellungen ergibt sich uns die Verpflichtung, die Eurythmie in größtmöglicher Treue und Wahrhaftigkeit sowie ihre virtuose Vielfältigkeit zu vermitteln und im steten Üben weiter zu vertiefen, bis sie selbstverständlich im Eurythmieschüler und späteren Eurythmisten lebt.
Die künstlerische Unterrichtsgestaltung ist Voraussetzung und Notwendigkeit, die Eurythmie als Kunst zu begreifen. Um auf diesem Wege den Künstler zu entwickeln, fördern und betreuen wir einen jeden Eurythmieschüler nach seinen individuellen Möglichkeiten. Dabei gilt unsere besondere Aufmerksamkeit der körperlichen, seelischen und geistigen Gesundheit (zum Teil durch Heileurythmie unterstützt).
Die Unterrichtsinhalte werden transparent gehalten. Dies führt zu einem tieferen Verstehen dessen, was in der Eurythmie ausgeführt wird und was mit dem Schüler geschieht.
Für das Durchdringen der Eurythmie erüben wir eine phänomenologische Betrachtungsweise. Es wird eine innere Haltung gebildet, die eine Umwandlung der Intellektualität zur Spiritualität ermöglicht. Der christlich-geisteswissenschaftliche Weg Rudolf Steiners schließt sich an mit seinen elementaren Übungen. Dazu gehört im besonderen die Verfeinerung der Sinne durch Schulung der Erlebnis- und Wahrnehmungsfähigkeit.
Nur so kann die Eurythmie Ich- und Willenskunst werden und geistesgegenwärtige Ausdrucksformen erlangen. Der Wille führt die Phantasie und bildet sie zur exakten Phantasie um. Willkür wird ausgeschlossen.
In diesem Sinne verstanden führt Eurythmie zur Lebenstüchtigkeit und zu einem umfassenden Menschen- und Weltverständnis.
Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren:
Was sie willenlos ist, sei du es wollend – das ist’s!
(Friedrich Schiller)